Manifesto
Oisiveté — weil ein gutes Verhältnis zur Muße, zum Nichtstun und zur Zeitverschwendung für das menschliche Wohlbefinden unerlässlich ist. In einer Zeit, die von Produktivität und Effizienz besessen ist, ist es wichtiger denn je daran zu erinnern, dass nicht jede Tätigkeit einem Zweck dienen muss.
Und noch mehr: das Gleichgewicht zwischen Energie und Zeit zu finden — Raum für unsere Leidenschaften, unsere Hobbys und unsere Ruhe zu schaffen — setzt einen Kreislauf in Gang, der es uns ermöglicht, uns auf gesunde und ausgewogene Weise den sogenannten wichtigen Dingen zu widmen, was auch immer das sein mag.
In einer Welt, die immer mehr einem riesigen, gewalttätigen und dystopischen Meme ähnelt, in der die Grenzen zwischen Wahr und Wirklich unkenntlich geworden sind, entscheidet sich Oisiveté dafür, das einzige zu verteidigen, was niemand einem Menschen ohne seine Zustimmung nehmen kann: die Gelassenheit.
Wenige Bedürfnisse zu haben, fast alle überflüssig: letztes Bollwerk der Freiheit, Festung der Stille.
Oisiveté spricht von all den kleinen Absurditäten, die ein Leben füllen — den Nichtigkeiten, die unseren Alltag leichter machen.
Oisiveté ist das Glas Sekt zum Feiern des Wochenendbeginnss. Es ist der antioxidative Saft des Sonntagsbrunchs.
Oisiveté ist ein Abend mit Freunden beim Brettspiel und der Kaffee, der auf der Terrasse geschlürft wird, während man den Vögeln lauscht.
Oisiveté genießt den Moment, wendet sich von der Angst ab, etwas zu verpassen, und feiert die stille Freude des Dabeiseins — wählt immer, unweigerlich und unmissverständlich, Qualität statt Quantität.
Oisiveté nimmt nichts zu ernst.